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Aktion Dies Academicus

Medienmitteilung

Protestaktion des Femistischen Hochschulkollektovs Luzern am Tag der Akademik

Frauen* sind an der Universität Luzern bei den Professuren, in Leitungspositionen, in Lerninhalten und in der Sprache stark unterrepräsentiert. Am heutigen Tag der Akademik (Dies Academicus) zeigt sich dies einmal mehr. Das Feministische Hochschulkollektiv Luzern wehrt sich gegen Diskriminierung von Frauen* an der Universität und protestierte am heutigen Festtag.

• Je höher es in der akademischen Karriereleiter geht, desto mehr Stellen werden von Männern* belegt: Von den insgesamt 3'037 Studierenden sind 58% weiblich, bei den Professuren sind es noch gerade 24%.

• An den Dekanaten sind 13 von 14 Leitungspositionen von Männern* besetzt1 .

• Im akademischen Jahr 2016/17 wurden weniger als 1/3 der vergüteten Lehraufträge an Frauen* vergeben. 

 

Dagegen hat heute Morgen das Feministische Hochschulkollektiv Luzern protestiert. Anlass bot der Tag der Akademik. Am jährlich stattfindenden akademischen Feiertag der Universität Luzern treffen sich «Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Politik, Bildung und Wirtschaft», wie die Universität auf ihrer Website mitteilt. Die Gäste wurden von ungefähr 20 Studierenden in Empfang genommen. In Anzüge gekleidet, ausgestattet mit Banner und Flyern, machten die Mitglieder des Feministischen Hochschulkollektivs auf ungleiche Geschlechterverhältnisse an der Universität aufmerksam

Eine Woche zuvor hatte sich das Feministische Hochschulkollektiv in einem offenen Brief an die verschieden Organe der Universität gewandt. Darin äusserte das Kollektiv 15 Forderungen. Diese beinhalten eine grössere Geschlechtervielfalt in der Wissenschaft und in der Lehre, einen Hochschulalltag ohne Diskriminierung und ohne Sexismus und eine Bildung mit kritischem Blick.

 

Dieser fehle ihr an der Universität Luzern, betont eine Studentin*, welche an der Protestaktion teilnahm: «Zu Beginn des Studiums habe ich eine Tasche bekommen auf der stand: Uni Luzern – dein Talent hat Zukunft. Heute frage ich mich: Haben wir als Frauen* die gleiche Zukunftschancen wie unsere Mitstudenten*? Wenn wir uns die Geschlechterverhältnisse an der Uni Luzern anschauen, ist die Antwort wohl klar. Uns Studentinnen* fehlen weibliche Vorbilder».

 

Ein Mitglied des Kollektivs bemerkt: «Mit unserer Aktion wollten wir den gestellten Forderungen Nachdruck verleihen. Es soll auch ein Zeichen an die Universitätsleitung sein, dass wir nun auf eine Umsetzung von ihrer Seite warten, und darauf, dass sie die Bedürfnisse ihrer Studierenden ernst nehmen»

Flyer der Aktion:

Was ist danach passiert?

Mit unserer Aktion landeten wir in der Luzerner Zeitung!